20.03.2019

Private Krankenversicherung für Selbständige: Die 4 wichtigsten Gründe

Für Selbständige lohnt sich der Wechsel in die private Krankenversicherung - und das keineswegs nur wegen eines niedrigeren Versicherungsbeitrags.

Wer sich für den Weg in die Selbständigkeit entscheidet, muss sich zwangsläufig mit dem Thema Krankenversicherung befassen. Schlussendlich gilt es zwischen einer von zwei Formen der Absicherung zu entscheiden, nämlich der gesetzlichen und der privaten Krankenversicherung.

Die meisten Gründer sind bereits gesetzlich krankenversichert und haben zu entscheiden, ob sie weiterhin bei ihrer Krankenkasse bleiben oder stattdessen zu einem PKV-Anbieter wechseln möchten. Doch nicht immer fällt es leicht, diese Entscheidung zu treffen – insbesondere wenn mit der Krankenkasse bislang alles in Ordnung war. Andererseits ändern sich mit der Selbständigkeit einige Dinge. Nachfolgend führen wir die vier wichtigsten Gründe auf, weshalb sich Selbständige besser für die private Krankenversicherung entscheiden.

Niedriger Versicherungsbeitrag

In der gesetzlichen Krankenkasse hängt die Beitragshöhe einschließlich vom Einkommen ab. Es gilt: Je höher der Jahresverdienst, desto höher der Beitrag. Für Gründer bedeutet dies jedoch nicht, sich anfänglich günstig versichern zu können, denn leider erheben die Krankenkassen einen Mindestbeitrag, der sich derzeit auf gute 400 Euro beläuft. Der Höchstbeitrag liegt bei etwa 790 Euro, wobei die Wahl der Krankenkasse entscheident ist. Je nach Kasse kann nämlich ein abweichender Zusatzbeitrag fällig werden.

In der privaten Krankenversicherung ist das Einkommen nicht von Bedeutung. Stattdessen wird der Beitrag für den Versicherungsnehmer individuell kalkuliert. Einige Selbständige – vor allem junge Menschen – leisten einen Beitrag, der sogar unter dem Mindestbeitrag ihrer letzten Krankenkasse liegt. Hieraus ergibt sich eine schöne finanzielle Entlastung.

Individuelle Absicherung

Zugleich besteht die Möglichkeit, den Leistungsumfang der privaten Krankenversicherung anzupassen. Solide Einstiegstarife bieten einen Schutz, der ungefähr dem Schutz in der gesetzlichen Krankenversicherung entspricht. Es ist jedoch möglich, deutlich mehr Risiken abzusichern und zusätzliche Behandlungsmethoden in den Versicherungsschutz einzunehmen.

Die zusätzlichen Leistungen können sehr attraktiv sein. Ein Klassiker ist die Betreuung bei einer stationären Behandlung im Krankenhaus. Es lassen sich die Kosten für ein Ein-Bett Zimmer absichern oder auch für die Chefarzt-Behandlung. Ebenso sieht es beim Zahnersatz besser aus. Leider wird in der gesetzlichen Krankenversicherung nur ein Teil der Kosten übernommen. In der PKV ist es möglich, den Eigenanteil deutlich zu verringern oder sogar komplett auszuschließen, was im Ernstfall die Haushaltskasse spürbar entlastet.

Vorteil beim Erhalt von Arztterminen

Ein weiterer Punkt ist die Vereinbarung von Arztterminen. Beim Hausarzt spielt es keine Rolle, ob jemand gesetzlich oder privat krankenversichert ist. Anders verhält es sich bei Fachärzten und Kliniken. Hier haben Privatversicherte oft die Chance, einen früheren Termin zu erhalten, was in Abhängigkeit vom gesundheitlichen Problem einen ganz erheblichen Vorteil darstellen kann.

Weniger Bürokratie

Selbständige, die bei ihrer Krankenkasse bleiben, müssen lästige Bürokratie erdulden. Weil die Beitragsermittlung auf Basis des Einkommens erfolgt, ist einmal im Jahr zu melden, wie es um den Gewinn bzw. das Einkommen aus dem Vorjahr steht. Leider sind die meisten Kassen in diesem Zusammenhang nicht besonders kulant und möchten die Zahlen so schnell wie möglich erfahren. Doch viele Selbständige haben zum besagten Zeitpunkt noch keinen Geschäftsabschluss vorliegen. Die Kassen setzen daraufhin gerne den Höchstbeitrag fest, sodass unter Umständen ein erheblicher Anstieg des Beitrags droht. Dieser wird später nicht einmal erstattet, sondern lediglich mit künftigen Beiträgen verrechnet.

 


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