01.04.2019

Hausratversicherung: Weshalb Sie eine Unterversicherung unbedingt vermeiden müssen

Einige Menschen unterschätzen den Wert ihres Hausrats deutlich. Bei einem vollständigen Verlust, wie z.B. durch einen Brand, drohen immense Kosten. Doch glücklicherweise haben viele Menschen ihren Hausrat angemessen versichert.

Trotz bestehender Versicherung muss kein hundertprozentiger Schutz bestehen. Ein ganz typisches Problem ist der Versicherungsumfang, einschließlich der vereinbarten Versicherungssumme. In der Praxis kommt es vor gelegentlich, dass der Wert des gesamten Hausrats die Versicherungssumme übersteigt. Experten bezeichnen dies als Unterversicherung.

Folgen einer Unterversicherung

Die Unterversicherung steht für ein Risiko, welches die meisten Versicherungsnehmer unterschätzen. Oft wird vermutet, ein Problem würde erst dann bestehen, wenn der unwahrscheinliche Fall eintritt, bei welchem der gesamte Hausrat zerstört wird. Dann würde der Versicherungsnehmer aufgrund der unzureichenden Versicherungssumme auf einem Teil der Schadenskosten sitzen bleiben.

Aber die Realität sieht anders aus. Unabhängig von der Höhe eines Schadens prüft der Versicherer, ob eine Unterversicherung besteht. Sollte dies der Fall sein, ermittelt der Versicherer das Verhältnis vom Wert des Hausrats zur Vrsicherungssumme. Dieses Verhältnis wird im Anschluss bei der Schadensregulierung berücksichtigt. Angenommen die Unterversicherung beläuft sich auf 15 Prozent und es ist ein Schaden in Höhe von 3.000 Euro entstanden: Der Versicherer würde 15 Prozent abziehen und somit nur 2.650 Euro auszahlen.

Dieses Risiko ist nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, denn je größer der Schaden und je höher die Unterversicherung, desto größer der Abzug. Außerdem: Wer regelmäßig seinen Beitrag zur Hausratversicherung zahlt, möchte vollständig abgesichert sein und gar keine Abzüge dulden.

Überprüfen Sie Ihre Hausratversicherung

Folglich sollte bei einer bestehenden Hausratversicherung von Zeit zu Zeit geprüft werden, ob womöglich eine Unterversicherung besteht. Hierbei spielt auch die Tarifwahl eine Rolle. Angenommen die Versicherungssumme wird auf Basis der Grundfläche festgesetzt, so ist das Risiko einer Unterversicherung recht groß – vor allem wenn das Haus oder die Wohnung über eine relativ kleine Grundfläche verfügt. Dann sollte geprüft werden, ob es nicht sinnvoll ist, die Versicherungssumme bewusst anzuheben.

Ein weiteres Thema in diesem Zusammenhang sind größere Neuanschaffungen. Angenommen Sie haben ein neues Hobby begonnen und dafür zugleich viel Geld investiert. Wer z.B. mit großen Ambitionen in die Fotografie einsteigt, kann schnell einige tausend Euro loswerden. Aber auch neue Möbel oder Kunstgegenstände können den Wert des Hausrats signifikant anheben. Bei Kunstgegenständen ist allerdings vorher zu prüfen, ob diese vom Schutz der Hausratversicherung überhaupt abgedeckt sind.

Im Falle einer Änderung ist der Versicherer zu informieren. Er wird die Hausratversicherung entsprechend anpassen, was auch zu einem Anstieg des Beitrags führen kann. Deshalb schadet es nicht, ergänzend unseren Vergleich für Hausratversicherungen zu nutzen. Auf diesem Weg klären Sie zuverlässig, ob sich womöglich andere Hausratpolicen finden, die einen vergleichbaren oder sogar besseren Schutz zum niedrigeren Beitrag bieten.

Im Übrigen gibt es mittlerweile Hausrattarife, die eine Prüfung auf Unterversicherung kategorisch ausschließen. Anders gesagt: Im Schadensfall wird der Versicherer gar nicht erst prüfen, ob eine Unterversicherung besteht. Unter Umständen ist solch ein Tarif die beste Wahl, wobei natürlich auch hier zu prüfen ist, ob ein Bedarf besteht und wie hoch der Beitrag im Vergleich zu anderen Tarifen abschneidet. Sollten Sie mehr darüber erfahren erfahren wollen, beraten wir Sie gerne.

 


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