26.08.2019

Pflegeversicherung: Wer kümmert sich um die Pflege Ihrer Eltern?

Die Betreuung pflegebedürftiger Menschen ist kostspielig. Doch etliche Personen verdrängen dieses Thema, sodass sie plötzlich vor einer hohen finanziellen Belastung stehen.

Das Modell der Großfamilie hat ausgedient. Nur noch selten leben mehr als zwei Generationen unter einem Dach. Sind die Kinder erst einmal erwachsen, zieht es sie häufig in die Ferne, um eigene Familien zu gründen. Die Distanzen werden immer größer, was vor allem der modernen Arbeitswelt geschuldet ist. Die Folge: Zunehmend mehr Senioren leben alleine und sind vollständig auf sich selbst gestellt

Prinzipiell muss dies kein Problem darstellen – zumindest solange keine Pflegebedürftigkeit besteht. Doch leider ist es in zahlreichen Fällen nur eine Frage der Zeit, bis sich eine Bedürftigkeit einstellt. Der Pflegebedarf muss nicht immer groß sein, doch ganz ohne Betreuung geht es dann nicht. Sollten die Kinder oder andere Verwandte nicht zur Seite stehen, bleibt im Regelfall nur der Ausweg, auf eine professionelle Pflegebetreuung zu setzen.

Viele Menschen denken in diesem Zusammenhang an die Unterbringung in einem Alten- oder Pflegeheim. Erfreulicherweise besteht diese Notwendigkeit längst nicht immer. Meist kann die Pflegebetreuung zu Hause und damit in der gewohnten Umgebung erfolgen. Außerdem ist diese Variante im Vergleich erheblich günstiger. Dennoch sind die Kosten nicht zu unterschätzen, auch eine sogenannte ambulante Pflege hat ihre Kosten, die letztlich jemand tragen muss.

Generell sind diese Kosten von der Person zu tragen, die die Pflege in Anspruch nimmt. Allerdings wird vorausgesetzt, dass entsprechende finanzielle Mittel vorhanden sind, d.h. ein ausreichend hohes Einkommen oder Rücklagen. Dies ist jedoch nicht immer der Fall. Ein erheblicher Teil der Senioren bezieht heutzutage vergleichsweise niedrige Renten, die schlichtweg nicht genügen, um die Kosten der Pflege abzudecken.

Wenn Kinder für die Pflege ihrer Eltern zahlen müssen

Entsprechend sind die Kinder am Zug. Zwar gibt es auch heute noch viele Menschen, die diese Verantwortung nicht übernehmen und die Kosten nicht tragen möchten. Doch die Rechtssprechung ist eindeutig, Kinder müssen im Ernstfall die Pflegekosten ihrer Eltern tragen. Als Folge kann hier eine ganz erhebliche finanzielle Belastung drohen. Dies trifft selbst dann zu, wenn eine Pflegebedürftigkeit (mittels Einteilung in eine Pflegestufe) nachgewiesen ist und der Staat finanzielle Unterstützung leistet. Die Zahlungen vom Staat sind lediglich als Unterstützung gedacht, genügen jedoch nicht, um sämtliche Kosten der Pflege abzudecken.

Mit einer solch hohen Belastung rechnen viele Menschen nicht, weshalb oftmals keine ausreichenden Rücklagen bestehen. Die Haushaltskasse kann enorm unter Druck geraten – und das womöglich über einen sehr langen Zeitraum hinweg.

Die Lösung lautet Pflegeversicherung

Erfreulicherweise besteht die Möglichkeit, das finanzielle Risiko einer Pflegebedürftigkeit abzusichern. Pflegeversicherungen können sowohl für einen selbst als auch für Angehörige abgeschlossen werden – und das zu vergleichsweise niedrigen Kosten.

Pflegeversicherungen sind als Risikoversicherungen kalkuliert. Weil nicht jede versicherte Person die Leistungen in Anspruch nehmen muss, bleiben die Beiträge überschaubar. D.h. das finanzielle Risiko lässt sich zu vergleichsweise niedrigen Kosten absichern.

Allerdings ist eine gezielte Tarifwahl unverzichtbar. Interessenten sollten sich gut umsehen und verschiedene Pflegeversicherungen vergleichen. Nur so lässt sich sicherstellen, dass die gewählte Versicherung mit starken Leistungen sowie einem niedrigen Beitrag überzeugt. Unser Pflegeversicherung Online-Rechner unterstützt Sie bei der Tarifsuche.

 


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