23.09.2019

Kollisionen mit Wildtieren: Autofahrer brauchen diese Kfz-Versicherung

Jetzt im Herbst häufen sich wieder die Wildtierunfälle. Richtiges Verhalten am Unfallort und ein geeigneter Versicherungsschutz sind im Ernstfall entscheidend.

Rehe und andere Wildtiere verkörpern eine Unfallgefahr, die von Kraftfahrern nach wie vor gerne unterschätzt wird. Dabei kracht es auf deutschen Straßen nicht nur regelmäßig, sondern auch besonders oft. Pro Jahr müssen die Kfz-Versicherer mehr als 250.000 Schäden regulieren, die allein auf Zusammenstöße mit Rehen zurückzuführen sind.

Im Herbst ist das Unfallrisiko besonders groß

Es gibt Zeiten, in denen sich überdurchschnittlich viele Wildunfälle ereignen. Dies trifft ganz besonders für den Herbst zu. Sobald das Laub von den Bäumen fällt, sind die Tiere wieder vermehrt in Bewegung und ziehen sich in die Wälder zurück. In den frühen Morgen- und Abendstunden sind Rehe und Hirsche sehr aktiv und kreuzen unter anderem auch Fahrbahnen.

Kraftfahrer, die auf Waldstrecken und in der Nähe von Wäldern unterwegs sind, sollten deshalb vorsichtig sein. Aber auch in Gebieten, die von Feldern dominiert werden, besteht ein erhöhtes Unfallrisiko. Doch nicht nur in sehr ländlichen Regionen können sich Wildunfälle ereignen. Selbst in Übergangsbereichen, die sich ganz in der Nähe von Städten befinden, kommt es gelegentlich zu Kollisionen mit Wildtieren – und gerade diese Unfälle enden nicht immer glimpflich.

Unfallrisiko mit der richtigen Fahrweise verringern

Wer sicher unterwegs sein und Zusammenstöße mit Wildtieren vermeiden möchte, sollte sowohl im Früjahr als auch im Herbst seine Fahrweise anpassen. Als wichtigste Schlüsselkomponente gilt die Achtsamkeit. Kraftfahrer sollten ihren Fokus keineswegs nur auf die eigentliche Fahrbahn setzen, denn so werden Rehe und andere Wildtiere häufig erst erkannt, wenn sie sich bereits auf der Straße befinden. Besser ist es, auch die Umgebung im Auge zu behalten.

Vorsicht ist angebracht, wenn Tiere ganz in Nähe der Fahrbahn gesehen werden. Zum einen ist es möglich, dass sie sich in Bewegung setzen und im letzten Augenblick noch auf die Straße laufen. Das wesentlich größere Risiko geht jedoch von weiteren Tieren aus, die sich ebenfalls in der Nähe befinden aber noch nicht gesehen wurden. Besonders Rehe sind gerne in kleineren Gruppen unterwegs. Steht ein Tier am Straßenrand, können dort noch weitere sein und jederzeit in Erscheinung treten.

Außerdem empfiehlt sich eine Anpassung der Geschwindigkeit. Wer nicht ganz so schnell unterwegs und ergänzend jederzeit bremsbereit ist, befindet sich im Ernstfall klar im Vorteil. Das Fahrzeug kann schneller zum Stillstand gebracht werden, wodurch sich Unfälle verhindern lassen.

Übrigens gilt immer noch der alte Ratschlag, bei einer drohenden Kollision nicht auszuweichen – zumindest nicht, wenn sich Bäume in unmittelbarer Nähe der Fahrbahn befinden. Oft geht vom Zusammenstoß mit einem Baum ein erheblich höheres Verletzungsrisiko aus, als mit einer Tierkollision. Ausweichen empfiehlt sich nur, wenn dabei keine anderen Zusammenstöße drohen. Allerdings gibt es auch Ausnahmen von dieser Empfehlung. Wer mit seinem Pkw in Skandinavien unterwegs und dem plötzlichen Zusammenstoß mit einem Elch ausgesetzt ist, sollte ggf. ausweichen. Denn eine Kollision mit einem Elch gilt als besonders gefährlich, weil die Tiere schwer sind und über einen hohen Schwerpunkt verfügen.

Worauf es beim Versicherungsschutz ankommt

Sollte sich dennoch ein Unfall ereignen, sind mehrere Dinge zu berücksichtigen. Damit der Schaden am eigenen Pkw abgedeckt ist, muss ein Kaskoschutz in der Kfz-Versicherung bestehen. Ob Vollkasko oder Teilkasko ist egal, in beiden Fällen gelten Unfälle mit Wildtieren als versichert. Je nach Police können jedoch Unterschiede im Versicherungsumfang bestehen. Kollisionen mit Rehen oder Wildschweinen sind generell abgedeckt. Anders sieht es jedoch mit kleineren Tieren, wie Füchsen oder Feldhasen, aus.

 


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