06.01.2020

Hausratversicherung: Worauf Sie bei einem Tresor achten müssen

Zuhause sind Wertsachen in einem Stahlschrank am besten aufbewahrt. Doch aufgepasst, die Hausratversicherung akzeptiert nicht jeden Tresor.

In einem früheren Beitrag ging es um den Schutz von Wertsachen sowie die gebotene Absicherung der Hausratversicherung. Es wurde verdeutlicht, dass die Aufbewahrung von Bargeld, Schmuck, Uhren und anderer Wertgegenstände nur bedingt zu Hause erfolgen sollte. Denn selbst die besten Verstecke nützen zumeist wenig, Einbrecher werden schnell fündig und können erhebliche Schäden anrichten.

Doch es muss nicht so kommen. Es ist ebenso möglich, Wertsachen auf unterschiedlichem Wege zu schützen, wie z.B. mittels Aufbewahrung in einem versicherten Bankschließfach. Selbst zu Hause lassen sich Schutzmaßnahmen ergreifen, die u.a. die Nutzung eines Tresors umfassen. Streng genommen sprechen gleich zwei Gründe für diese Weise, Wertsachen zu schützen.

Wirksamer Schutz vor Einbrechern

Da wäre zunächst der unmittelbar gebotene Schutz. Angenommen Einbrecher schlagen zu und entdecken den Safe, so befinden sich die Wertsachen dennoch in Sicherheit. Ein guter Tresor ist alles andere als leicht zu knacken, d.h. die Kriminellen müssten viel Energie investieren, um an den Inhalt des Stahlschranks zu gelangen.

Zugleich ist ein Tresor – eine entsprechende Größe vorausgesetzt – vielseitig nutzbar bzw. für die Unterbringung verschiedenster Wertsachen geeignet. Längst nicht nur die Aufbewahrung von Bargeld ist möglich, Schmuck, Uhren und andere Wertgegenstände lassen sich darin aufbewahren. Selbst wertvolle Objekte aus dem Hobbybereich, wie z.B. eine kostbare Fotoausrüstung.

Bessere Absicherung innerhalb der Hausratversicherung

Ein weiterer Grund, der für die Anschaffung eines Tresors spricht, ist der verbesserte Schutz innerhalb der Hausratversicherung. Üblicherweise ist z.B. der Verlust von Bargeld durch Einbruchdiebstahl nur bis zu einem kleinen Betrag versichert, der sich je nach Versicherer auf ca. 250 bis 500 Euro beläuft.

Sofern Wertsachen in einem Tresor aufbewahrt werden, greifen deutlich höhere Entschädigungsgrenzen. Dies bedeutet: Sollte es zum Einbruch kommen und den Einbrechern tatsächlich gelingen, den Inhalt aus dem Stahlschrank zu entwenden, leistet die Versicherung deutlich höhere Entschädigungszahlungen. Entsprechend eröffnet sich die Möglichkeit, auch größere Bargeldbeträge oder Sachgegenstände von erheblichem Wert zu Hause aufzubewahren.

Den richtigen Tresor wählen

Die Vorteile eines eigenen Tresors sprechen für sich. Entsprechend hat das Interesse in den vergangenen Jahren zugenommen, in vielen Haushalten wird über eine Anschaffung nachgedacht. Allerdings ist hierbei ein entscheidender Aspekt zu berücksichtigen.

Tresor ist nicht gleich Tresor. Die am Markt erhältlichen Stahlschränke sind verschiedenen Sicherheitsklassen zugeordnet. In anderen Worten: Je nach Hersteller und Modell wird ein unterschiedlich guter Schutz geboten. Einige Modelle sind für Profis vergleichsweise leicht zu öffnen, andere hingegen nicht.

Deshalb ist es einem Hausratversicherer nicht egal, welcher Tresor sich im Einsatz befindet. Ein Stahlschrank muss einer bestimmten Sicherheitsklasse entsprechen, damit die höheren Entschädigungsgrenzen innerhalb der Hausratversicherung gelten. Folglich sollte sich jeder Interessent zunächst dahingehend erkundigen, welche Anforderungen die eigene Hausratversicherung stellt.

Dies bedeutet übrigens nicht, besonders teure Profimodelle erwerben zu müssen. Viele preiswerte Modelle bieten ebenfalls einen angemessenen Schutz. Allerdings ist ebenso zu prüfen, wie die Befestigung zu erfolgen hat. Insbesondere kleinere Stahlschränke müssen ggf. mit einer Wand verankert sein, damit Einbrecher sie nicht einfach hinaustragen können.

 


zur News-Übersicht